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Das Zentrum von Nassau muss wieder gestärkt werden

Einladung zur Ortsbegehung und zum kommunalen Dämmerschoppen

5. November 2013

Quo vadis Innenstadt? fragten wir im März dieses Jahres. In dem Beitrag machten wir Vorschläge und erhielten zahlreiche Reaktionen. Kein Beitrag wurde so häufig aufgerufen wie dieser. Das Thema brennt auf den Nägeln!

Stadtentwicklung darf nicht gestoppt werden

Die Reaktionen der Öffentlichkeit zeigen: Das Zentrum von Nassau muss wieder gestärkt werden. Denn im Jahr 2009 waren laut Einzelhandelsgutachten ganze vier Leerstände in der Innenstadt zu verzeichnen, während mittlerweile über ein Dutzend leere Geschäfte dazu gekommen sind, darunter vier größere Märkte. Was also ist zu tun?

Zum einen gibt es das wichtige Feld der Stadtentwicklung, eine originäre Aufgabe der Stadt. Im Rahmen der Stadtsanierung sind von 1986 bis 2010 über zehn Millionen Euro in innerstädtische Maßnahmen geflossen. Dadurch konnten sich die ansässigen Geschäfte mehr und mehr entfalten. Diesen Prozess darf die Stadt nicht stoppen. Begonnenes muss auch vollendet werden!

Ortsbegehung und kommunaler Dämmerschoppen

Um die ausstehenden Maßnahmen in Erinnerung zu rufen, lädt die Nassauer SPD zu einer Ortsbegehung ein. Diese findet am Freitag, den 15. November in der Zeit von 16 – 17 Uhr statt.

Die Ortsbegehung beginnt auf dem Bahnhofsvorplatz. Hier wickelt sich der zentrale Busverkehr in der Stadt ab. Es stellt sich die Frage: Ist der Platz für Gäste und Besucher der Stadt einladend? Ist es hinnehmbar, dass es für die Pendler weit und breit nicht einmal eine Unterstellmöglichkeit bei Regen und Schnee gibt?

Der Besuch am Bahnhof wird auch genutzt, um über den geplanten Umbau der Bahnsteige zu informieren. Besonders die Benutzer der Bahn müssten eine ausreichende Möglichkeit zur Meinungsbildung erhalten, ist die Auffassung der Nassauer Sozialdemokraten.

Besichtigung der SPD im Jahr 2009

Nächste Station wird das traditionelle „Weinhaus Stoll“ in der Kirchstraße sein. Es ist eines der ältesten übrig gebliebenen Anwesen der Stadt. Beim Besuch der SPD im Jahr 2009 war der Zustand noch vertretbar. Seitdem verkommt es mehr und mehr. Angeblich, so die Verlautbarung vor einiger Zeit, gibt es einen Investor. Aber wie lange will die Stadt zusehen, wie dieses Wahrzeichen immer mehr verfällt?

Anschließend geht es zum Brauereihof. Das Günter-Leifheit-Kulturhaus und der „Nassauer Löwe“ mit der dahinter liegenden Hoffläche, dem "Löwenhof", sind innerstädtische Schmuckstücke, das Parkdeck erfüllt eine wichtige Funktion für die Innenstadt. Doch wie sieht der Rest aus? Immer wieder wird die SPD von Bürgern auf den unerträglichen Zustand im Herzen der Stadt hingewiesen. Zumal hier ständig Tümpel voll Wasser stehen, und die darunter liegenden Gebäude durch die Nässe geschädigt werden.

Ein Augenmerk will die SPD an Ort und Stelle auch darauf richten, dass sich regelmäßig Verkehrsteilnehmer in das Kaltbachtal verirren, seitdem die Richtungsanzeige Hömberg – Montabaur an der abknickenden Vorfahrt entfernt wurde.

Schließlich endet die Ortsbegehung im Obertal. Die aufwändige Stadtstraße durch das Scheubachtal sollte nach Auffassung der SPD im Obertal zumindest so viel Verkehrsentlastung schaffen, dass ein geordnetes Kurzzeitparken eingerichtet werden kann. Bei dem Treffen im Obertal will man gerne die Meinung der Anlieger dazu hören.

Im „Nassauer Löwen“ findet im Anschluss an die Ortsbegehung bis etwa 19 Uhr ein kommunaler Dämmerschoppen statt, der die Gelegenheit zur freien Aussprache bietet.

Eigene Stärke nutzen, denn nur Qualität hat Zukunft

Die Stadt hat noch genügend eigene Möglichkeiten, die Entwicklung der Innenstadt positiv zu beeinflussen. Die privaten Eigentümer und Geschäftsinhaber, das haben SPD-Vertreter durch Gespräche erfahren, sehen die Situation ihrer Immobilien durchaus realistisch. So spielt die Höhe des Mietpreises oft nicht die entscheidende Rolle, gesucht werden aber seriöse Interessenten. Für die SPD ist dies nachvollziehbar, denn dubiose Geschäftsideen schädigen den Ruf der jeweiligen Geschäftsadresse und der Einkaufsstadt insgesamt.

Der private Einzelhandel und die Dienstleistung sollten sich wie bisher auf ihre Stärke konzentrieren, und das ist die Qualität. Das Problem der Leerstände kann nicht gelöst werden, in dem man das Niveau senkt. Nur Qualität hat Zukunft, davon ist die Nassauer SPD in Bezug auf die Innenstadt überzeugt.