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Berichte

Den Philosophenweg sperren? Keine geistreiche Idee.

15. November 2011

Der „Philosophenweg“ ist ein äußerst beliebter und rege genutzter Fuß- und Radweg zwischen den beiden Ortsteilen der Stadt. Der Verlauf am Mühlbach macht seinen Reiz aus, erfordert aber besondere Unterhaltung. Droht jetzt, was die SPD-Fraktion im Stadtrat vorhergesehen hat: Wenn die teure Straße im Scheubachtal gebaut wird, dann bedeutet das einen Kahlschlag für die Natur und für den städtischen Haushalt. Die Sozialdemokraten setzen sich dafür ein, zuletzt bei einem Ortstermin mit Scheuerner Bürgern, dass der Philosophenweg nicht dem Kahlschlag zum Opfer fällt.

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Die “Baum-Bruch-Vietnamesen-Wahlkampf-Ente”. Schmutzkampagne geht weiter.

9. Juli 2011

Eigentlich hatten sie im Wahlkampf 2009 ein „Volles Stadthotel“ versprochen, und jeder dachte: Die kümmern sich drum!

Doch statt jetzt nach über zwei Jahren Rechenschaft abzulegen, was sie bisher in Sachen Stadthotel unternommen und erreicht haben, ziehen die „Unabhängigen“ wieder einmal gegen andere zu Felde, die sich ernsthaft um die Fortentwicklung unserer Stadt und um eine Hotelansiedlung bemüht haben. Statt Seriosität billige Witzchen, statt Sachlichkeit weiter möglichst viel Schmutz auf andere werfen, ist der Tenor.

So fiel dieser Tage der Begriff der „Baum-Bruch-Vietnamesen-Wahlkampf-Ente”. Klingt komisch, ist aber nur kindisch und hilft unserer Stadt in keiner Weise weiter. Aber um das Wohl der Stadt geht es offenbar überhaupt nicht mehr.

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Kahlschlag in der Kreuzwiese - Kahlschlag für Natur, Haushalt und Innenstadt?

7. Juli 2011

Natürlicher Lebensraum und BrutstätteNomen est omen. Dies gilt zumindest für die Nassauer Kreuzwiese zwischen Friedhof und St. Bonifatiuskirche. Ältere erinnern sich, dass hier wirklich eine Wiese war, die der Heuernte diente. Mittlerweile ist ein Wäldchen entstanden, mit Spazierwegen, Treppen und einer Brücke über den Scheubach. Ein vielstimmiges Vogelgezwitscher empfängt und begleitet jeden Spaziergänger. Dieses Idyll ist ab Herbst verschwunden, denn dann erfolgt der Kahlschlag.

Eine Stadtstraße soll nach dem Willen der Stadtratsmehrheit von der Hömberger Straße abzweigen und in weiten Serpentinen durch das Tal führen. Notwendig sind steile Böschungen, hohe Mauern und eine Bachquerung. Ein Eingriff in die Landschaft und in die Natur, der wirklich beklagenswert ist. Ebenso wie der Eingriff in den Stadtsäckel, denn was Aufgabe höherer Stellen wäre – es handelt sich schließlich um eine Landesstraße -, wird von der Stadt Nassau freiwillig übernommen. Seit Anfang an ist die SPD im Stadtrat gegen diese freiwillige Ausgabe.

Aktuell ist die Befürchtung groß, dass die geplanten 1,5 Mio. Euro Baukosten nicht reichen werden. Zumal nur der unterste Fördersatz für den Zuschuss gewährt wird. Die Dringlichkeit, mit der die Mehrheit im Stadtrat die Straße dennoch vorantreibt, ist frappierend. Sollte doch in der aktuellen Diskussion über leere Geschäfte berücksichtigt werden, dass Kundschaft systematisch aus der Innenstadt abgezogen wird.

Ein teurer „Spaß“ und ein Kahlschlag für Natur, Haushalt und Innenstadt … vor allem wenn man die teuren Folgekosten berücksichtigt. Fragt man die „Nassauer“, so hört man als Kommentar nur „Wahnsinn“ oder „Unsinn“.

Doch gefragt wurden die Bürger nicht, denn ein erster Hauptauftrag über 950.000 Euro ist von FWG und CDU im Mai bereits ohne Anhörung der Bürger vergeben worden.

Folgen Sie uns durch das Scheubachtal, wie Sie es nur noch wenige Wochen erleben dürfen ...

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Nassau zieht an einem Strang – und kommt voran - heute eher eine Seltenheit

10. April 2011

„Nassau – die Perle an der Lahn“ verdankt seinen guten Ruf dem Aufbauwillen vieler Generationen. Geschlossen engagieren sich die Kommunalpolitiker für Einrichtungen, die den Bürgern wie dem Ansehen der Stadt in gleicher Weise dienen. So war es zumindest einmal.

Alle tragen die Anstrengungen mit, wie den Kauf und die Erschließung des Grundstücks fürs Marienkrankenhaus. Die Bereitstellung des Grundstücks, um ein modernes Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Die Stadt kauft zu den eigenen Flächen noch Gelände an. Nicht zu vergessen die Förderung für das Altenheim. Auch hier stellt die Stadt das Grundstück und fördert mit der Verbandsgemeinde den Bau in erheblichem Umfang.

Noch bis in die letzten Jahre zieht man in Nassau an einem Strang. Das neue Günter-Leifheit-Kulturhaus (Einweihung 2004) und die Kettenbrücke (in 2005), die Gestaltung der Lahnanlagen (in 2006) und der Freiherr-vom-Stein-Bürgerpark (in 2007) sind ohne eine stabile und zuverlässige Mehrheit im Stadtrat nicht möglich gewesen. Nassau zieht an einem Strang und kam voran. Das hat sich leider völlig gewandelt. Der gute Ruf, von Generationen redlich erworben, wird mehr und mehr verspielt.

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Vom Verfall eines Wahrzeichens - bauhistorisch wichtige Teile der stein'schen Burg zerstört

25. März 2011

Die Burg Stein verfällt mehr und mehr. Neben dem Abriss der Vorburg ist auch eine etwa 6 Meter hohe Mauer im unteren Burghof umgefallen. Die im Jahr 2006 begonnen Aktivitäten zur Bauaufnahme und Sanierung sind ins Stocken geraten. Wenn aber der weitere Verfall nicht gestoppt wird, bleiben bald nur noch historische Fotos und Zeichnungen von der stein'schen Burg übrig.

Freitag, 25. März 2011. Die Spaziergänger an der Lahn hören vom Burgberg herab prasselnde Steine. Zwischen Stein-Denkmal und Stammburg Nassau kippt eine Maschine – von fern wie ein “Spielzeugbagger“ anzusehen - Abbruch den steilen Berghang hinunter. Es sind Steine, die etwa 800 Jahre lang als Stütz- und Befestigungsmauer der stein’schen Vorburg dort Bestand hatten. Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass hier ein „richtiger Bagger“ im jahrhundertealten Gemäuer zu Werke geht, um einen historischen Bestand „verkehrssicher“ zu machen.

Zur Historie der stein’schen Burg

„1158 werden die Herren vom Stein urkundlich zuerst genannt; 1173 sind sie in der Gefolgschaft der Grafen von Nassau zu finden. Von diesen trugen sie ihren Burgsitz zu Lehen, der seinerseits 1234 das erste Mal in den Urkunden erscheint. Burg Stein war wohl um viele Jahrzehnte länger von den Burgherren bewohnt, als dies der Stammburg Nassau vergönnt war. Wahrscheinlich ist sie erst aufgegeben worden, als die Familien vom Stein sich ab 1621 ihren Sitz in der Stadt (späteres Stein’sches Schloss) ausbaute.“ (Aus: „Die Stammburg Nassau und ihre Burgmannen“, Paul-Georg Custodis und Kurt Frein, in: Stadt Nassau – Ursprung und Gestaltung).

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